19.12.2019

Briefe



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ID: 4314 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 01.04.1842
 

Lieber Schumann,

Da ich Sie nicht zu Hause finde so muß ich, obgleich ungern Ihnen schriftlich antworten. Es wundert mich, daß Sie sich über eine Geschichte ereifern, die Niemand der Sie nur ein bißchen kennt, und also am Allerwenigstens ich, jemals hätte glauben? können, und die Ihnen jetzt wie aus Ihrem Briefe? hervorgeht, mit der lächerlichsten Übertreibung wieder erzählt worden ist. Ich erinnere mich nur von alle dem, daß ich Verhulst, dem ich als Ihrem Freunde nähere Nachrichten von Ihnen? unter Discretion zutraute noch vor Ihrer Zurückkunft fragte: ob es wahr sey, was Cranz geschrieben haben solle, daß Ihr Aufenthalt in Hamburg Ihren Erwartungen nicht entsprochen habe. Aus diesem, von Gott weiß wem, geworfenen Schneeball ist einmal wieder eine Lawine geworden, die hoffentlich ihre Kälte nicht auf unser freundliches langjähriges Verhältniß erstrecken soll, zumal da sie längst zu Wasser geworden ist. Mündlich läßt sich so etwas viel besser ins Gleise setzen, darum bis dahin
Ihr
F. David.

Mittwoch

Sr Wohlgeb
Herrn Dr Schumann.

[BV-E, Nr. 2242, dat.4 April 1842:] F. David. [Ver sand:] d. G. [beantwortet:]+

  Absender: David, Ferdinand (339)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
250ff
 



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