19.12.2019

Briefe



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ID: 4495 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 08.07.1845
 

Wenn Sie die Gewißheit haben, daß mir im Theater bei Aufführung von Davids „Wüste“ kein Gaslicht zu nahe kommt, so bitte ich, für mich und meine Frau 2 Billets (auf welchem Platz es sey, am liebsten in Ihrer Nähe) zu besorgen. Bei der furchtbaren Hitze, die nun für Davids Composition das ist, was ehedem den frommen Leuten das Hungern vor dem heiligen Abendmahle war, ist meine Befürchtung wegen des Anbrennens nicht ohne Grund. Ueberdieß enthalten die Knochen viel Phosphor, was bei meiner Freund „Hein“ Persönlichkeit doppelt bedenklich ist. – Sollte die Aufführung auf Donnerstag Abend im Theater noch nicht stattfinden, so haben Sie doch die Güte, mir eine Notiz zukommen zu lassen, die Donnerstag früh <>vor 8 Uhr auf die Post gegeben werden müßte. Findet die Aufführung statt, so holen wir die Billets bei Ihnen kurz vor dem Beginn derselben ab. Mit Empfehlungen von meiner Frau an Sie u Ihre Gattin bin ich Ihr
Julius Becker.
Oberlößnitz, den 8t July 1845.

Herrn
Dr. Rob. Schumann
in
Dresden
(Waisenhausstraße No 6.)
bezahlt.

  Absender: Becker, Julius (165)
  Absendeort: Oberlößnitz
  Empfänger: Schumann, Robert (14753)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
259ff.
 



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