19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 4738 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 04.06.1844
 

Geehrtester Herr Doctor,

Sie erhalten hier den Eulenspiegel auf die besprochene Weise ausgeführt. Nur aus dem Faust hab ich, wie Sie finden werden, gar nichts machen können; wollte man ihm hier eine größere Bedeutung geben, so würde das Ganze am Ende zu sehr darunter leiden; vielleicht wär es überhaupt rathsam den Namen Faust mit einem andern zu vertauschen. Uebrigens bitt` ich Sie, nicht über die noch ganz ungehobelten Verse zu erschrecken; ich habe absichtlich alles Einzelne noch in rohem Zustande gelassen, weil ich es für passender hielt, wenn Sie zuvor diesem Manuscripte <i> Ihre Randbemerkungen möglichst zahlreich beifügten, worauf ich gern bereit sein werde, Alles demgemäß zu ordnen u. auszuarbeiten.
Was die Chöre u. dergl. betrifft, so soll das Vorhandene im Allgemeinen auch nur als Andeutung gelten, u. ich behalte mir vor, diese Sachen ausführlicher zu gestalten jenachdem Sie dies bei einzelnen Stellen wünschen sollten.

Hochachtungsvoll
der Ihrige
Theodor Oelckers
(Querstraße 23.)

L. 4/6 44.

  Absender: Oelckers, Theodor (13169)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.19, S. 775
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.