15.07.2019

Briefe



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ID: 484 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 29.07.1834
 

Meine verehrte Freundinn,
Sonderbar, daß mir heute ein Wiedebein’sches Lied nicht aus dem Kopf will – darf ich Ihnen heute oder morgen Jemanden vorstellen, der mir sehr gleicht? – Der gestrige Tag möge Ihnen, wie selbst mir, ohne Unglück vorübergegangen sein – ich bin wenigstens nicht gefallen oder man müßte das für eines anschlagen, daß Wieck mit einem ganzen Knigge im Gesicht unentschlossen war, wer an der Kirchthüre zuerst aus dem Wagen sollte, die Damen oder er – sein guter Genius entschied sich endlich für seine Person. –
Der Juli schafft so rüstig, daß ich heute ordentlich eine Arbeitslust verspüre. Wie würde ich Ihnen Dank wissen, wenn Sie mir außer den Berger’schen Studien noch irgend anderes von ihm rückgehend schicken wollten! Den Grund dazu können Sie im Aufsatz über „Keßler“ finden –
Ihre Nachsicht für das unaufhörliche Angehen und Bitten u. für den ganzen schrecklich geschriebenen Brief!
In wärmster Hochschätzung
RSchumann

Am 29 Juli 34.

Madame Henriette Voigt
Wohlgeboren
hier

[BV-A: –]

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Voigt, Henriette (1630)
  Empfangsort:
  SBE: II.15, S. 53f.
 



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