15.07.2019

Briefe



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ID: 489 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 13.09.1834
 

Meine theure, immersorgende Freundinn,
Hier die Beilage. Es drückt mich, daß ich vor den Augen der Mutter den verliebten Betrug gegen den Vater weiter treiben soll. Doch möchte ich auch Ernestinen etwas Directes sagen. Was meinen Sie zu einem lustigen Postscript? etwa „schön, daß ich gerade komme, ehe der Brief abgeht, dem ich den Wunsch anhänge, daß Sie (Ernestine) (außer den andern) manchmal vielleicht auch die Tonleitern in Es, C, H, vielleicht auch A spielen möchten denn eben habe ich heraus gebracht, daß Asch ein sehr musikalischer Stadtnamen ist, daß dieselben Buchstaben in meinem Namen liegen, u. gerade die einzigen musikalischen drinnen sind, wie nachstehende Figur zeigt, die übrigens freundlich grüßt.
Robert Schumann.
Jedenfalls komme ich vor elf. Was machen wir Ihnen nicht zu schaffen! – das Postscript gefällt mir übrigens nicht, da es geschmacklos ist; das Zufallsspiel bleibt aber immer sonderbar u. liebenswürdig.
XXXX etc.
das klingt sehr schmerzvoll. Ich sitze im Compositionsfeuer, darum Verzeihung!
RSchumann

13/9 34.

[BV-A: –]

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Voigt, Henriette (1630)
  Empfangsort:
  SBE: II.15, S. 62f.
 



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