25.02.2022

Briefe



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ID: 490
Geschrieben am: Dienstag 23.09.1834
 

Hier, meine theure Freundinn! – Bis drei Uhr bring’ ich meinen Brief selbst. Schreiben Sie ja recht viel, wenn Sie Zeit haben; der Musengott wird Ihnen doch nicht alle Prosa fortführen. Schreiben Sie ihr namentlich daß sie, wenn sie jetzt vielleicht für längere Zeit keinen Brief von mir erhalten sollte, deshalb nie im Zweifel über meine Gesinnung sein solle. Gestern Abend hab’ ich lange vor Ihrem Fenster zugehört. Ernestinens Brief hatte mich im Grund sehr traurig gemacht – ich lese auch keinen offiziellen Brief der Art wieder. Wir haben unser bischen Herz zu etwas beßerem, als es in Pelzstiefeln einzustecken, daß es nur ja nicht erfriert.
Mit inniger Freundschaft
Ihr
S.

Vom 23 September 34.

Ihrer Wohlgeboren Madam Henriette Voigt
hier.

[BV-A, –]

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Voigt, Henriette (1630)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
63f.

  Standort/Quelle:*) D-LEsm, s: MT/2011/68
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 

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