15.07.2019

Briefe



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ID: 4958 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 10.08.1843
 

Triest, am 10. August. 1843.

Verehrtester Freund!

Unterm 10. Juni habe ich Ihnen ein langes u. breites geschrieben … Sie zur Beisteuer am 3ten Jahrgang des Albums eingeladen und zwar dringlichst, habe <>Ihnen als Gegendienst meine correspondenzielle Feder für Ihre <>Zeitschrift angebothen … jetzt sind 2 Monath um – und ich muß anfragen, ob Sie meinen Brief erhalten, oder ob Ihre Antwort mich verfehlt? – Nur noch ein paar Wochen habe ich Luft, u., das Manuscript muß nach Wien. Wollen Sie mich verlassen … Ich bin der größten Verlegenheit, wenn Sie mir statt eines Liedchens, einen Korb geben! Endlich Ihre göttliche Gemalin! was ist da zu hoffen?
Edler Freund! bin ich aus Ihrem Herzen verschwunden, weil ich nicht mehr in Leipzig bin? Ich will’s, ich kanns nicht glauben. Ein Wort zum Bescheid! –
Fünf Minuten aus Ihrem genialen Leben und Brief mit Sendung sind fertig. Gebiethen Sie über mich in Allem u. Jedem, und empfangen mit meiner wärmsten Empfehlung an Ihre gnädigste Gemalin die Versicherung der alten Verehrung
Ihres
treu ergebenen
Rudolf Hirsch

N. B. die Sendung anher bitte post restante.

Hrn. Dr Robert Schumann
Redakteur der Neuen Zeitschrift für Musik.
Leipzig.
Franco.

  Absender: Hirsch, Rudolf (714)
  Absendeort: Triest
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.19, S. 576f.
 



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