19.12.2019

Briefe



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ID: 5105 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 18.12.1841
 

Lieber Schumann!
Wenn Sie mir je etwas gut waren, so werden Sie Vorstehendes gleich und groß in Ihrer Zeitung abdrucken. Können Sie es nicht, aus mir unbekannten Gründen, so lassen Sie es gleich in die Brockhaussche Zeitung setzen. Die Insertionskosten können Sie mir beim nächsten Honorar abziehen. Gott! was gibt es für Schweinhunde in der Welt. Ich hoffe in einigen Wochen in Leipzig zu sein. Kahlert will Ihre hier angelangte 1te Symph. im „deutschen Concert“ machen lassen. Schicken Sie ihm doch die Partitur u. bezeichnen Sie genau die Tempi, der Dirigent Schnabel nimmt sonst Alles zu langsam. Während der Ouverture zu „Hebriden“ konnte man ganz bequem Abendbrot essen. Als Neuigkeit: ich gab hier am 15ten d. M. eine Soiree, wo ich mit Glück als Sänger u. Componist auftrat. Hesse spielte darin Hummels Edur-Trio sehr gut. Notiren Sie das ein bischen in der Zeitung, ja?!
Hochachtungsvollsten Gruß Ihrer verehrten Frau u. ich freu’ mich Sie u. Sie zu sehn. Ihr alter
F. H. Truhn.

Sr Wohlgeboren
Herrn Dr. Robert Schumann
Redacteur d. neuen Zeitschr. für
Musik
Leipzig



  Absender: Truhn, Friedrich Hieronymus (1602)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 875f.
 



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