19.12.2019

Briefe



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ID: 5119 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 20.01.1842
 

Verehrter Herr!
Sie erhalten hier meinen langen Aufsatz, von dem ich indessen hoffe, daß er Ihnen nicht zu lang erscheinen wird; denn da ich dem Gegenstand eine so allgemeine Wendung gegeben habe, so konnte ich nicht gut kürzer sein. Sie haben die Zeilen, die ich Ihnen früher schon über das Oratorium von Marx zuschickte, bis jetzt noch nicht abdrucken lassen, und wird dieß nun auch wohl nicht mehr geschehen. Dürfte ich Sie vielleicht bitten, mir mein Geschriebenes wieder zurückzuschicken, da Sie es ja doch wohl nicht mehr benutzen werden, und zwar baldmöglichst? –
Was den Aufsatz anbetrifft, den Sie hier erhalten, so möchte ich aus mehreren Gründen, daß er sobald, als möglich gedruckt würde. Er könnte z. B. auf die im Februar zu erwartende Wiederholung des Oratoriums zu Breslau einen günstigen Einfluß haben. Da ich weiß, daß Sie selbst ein aufrichtiges Interesse an der Sache nehmen, so bin ich im Voraus überzeugt, daß Sie Alles thun werden, um ihn baldmöglichst erscheinen zu lassen. Im Übrigen werden Sie demnächst wieder einen Correspondenzartikel über Berlin von mir erhalten, da Sie mit dem vorigen ja zufrieden zu sein scheinen.
Mit aufrichtiger Hochachtung
Ihr
ergebenster
Gebhard von Alvensleben

Berlin d. 20 Januar 42.

  Absender: Alvensleben, Gebhard von (24)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (15143)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
44f.
 



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