19.12.2019

Briefe



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ID: 536 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 28.09.1838
 

Leipzig, den 28sten Sept. 38.

Lieber Wenzel,

Während meines Ausflugs nehmen Sie Sich der verlaßenen Zeitschrift an, wenn es nicht mehr ist, sobald Sie Lorenz getreulich beistehen durch Rath u. That. Ihre Anhänglichkeit an das Institut, wie vielleicht an mich, bürgt mir, daß ich nicht umsonst bitte. Sie lesen so viel, wißen immer so viel, daß Sie es Lorenzen nur zu dictiren brauchen. Bitte, sucht Euch womöglich sachlich zu treffen und arbeitet was Ihr könnt; der Ruhm wird nicht ausbleiben und der Lohn von mir auch nicht. Von Rondos, Variationen pp bringen Sie vielleicht die Gesammtübersichten, wie ich es früher that. Gar zu unbedeutend, übergehen Sie ganz. Auch die Lieder vergeßen Sie nicht; Sie müßen das trefflich machen. Ich werde alle Augenblicke gestört – darum nur noch ein herzliches Lebewohl und behalten Sie mich recht lieb
Ihren
Sch.

Sr. Wohlgeboren
Herrn Musiklehrer Wenzel
hier.

  Absender: Schumann, Robert (15143)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Wenzel, Ernst Ferdinand (1690)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
867ff
 



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