19.12.2019

Briefe



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ID: 5383 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 09.01.1844
 

Hochgeehrtester Herr Doctor!
Es ist das Interesse für eine mir heilige und theure Sache, welches mich vermocht hat, in beikommender Abhandlung das aufzuzeichnen, was in Betreff der akademischen Musikvereine in jetziger Zeit in Erwägung gezogen werden könnte. Habe ich vieles davon unberührt gelassen, was noch wol eine Beachtung verdient hätte, so veranlaßte mich hier zu theils die Unbekanntschaft mit den Musikzuständen einiger Universitäten, sogar leider auch Leipzigs, theils auch die Besorgniß, daß ich dadurch diesen Gedanken mehr Raum geben würde, als es die von Ihnen redigirte Zeitschrift gestattete. Kann auch ein Unbekannter wenig Anspruch darauf machen, öffentlich beachtet zu werden, so hege ich doch gegen Sie das Vertrauen, daß Sie der beikommenden Abhandlung, trotz ihrer Länge, die Aufnahme in Ihre Zeitschrift nicht verweigern werden, zudem, da eine Theilung in drei oder vier Nummern leicht zu machen sein wird. Mich auf Autoritäten zu meiner musikalischen Rechtfertigung, wie auf Herrn Prof. Marx oder den Ihnen bekannten und mir befreundeten Herrn Kapellmeister Koßmali zu Detmold zu berufen, unterlasse ich weiter, und lasse den Erfolg meines Gesuches allein von Ihrem Urtheile abhaengen.
Mit besonderer Hochachtung
Ew Wohlgeboren
empfiehlt sich
H. Goedecke
Gouverneur des Grafen
Pückler. U. den Linden
N. 6.

Berlin den 9ten Januar 1844

  Absender: Goedecke, Hermann (543)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 194f.
 



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