25.02.2022

Briefe



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ID: 5547
Geschrieben am: Donnerstag 03.11.1836
 

Ver[ehrter Schu]mann!
Denken Sie meiner noch freundschaftlich? Gewiß? O, so bitt’ ich um eine Gefälligkeit, um ein rechtes Freundschaftsstück! Ihnen wird es gewiß leicht. Mit kurzen wenigen Worten möchte ich gern den Geist einer Beet-hovenschen Symphonie geschildert haben! – in einigen schnellen Gleich¬nißarten, die ich am besten verstehe; denn von Noten weiß ich nichts, ihre Wirkung in der Harmonie fühle ich, kann sie aber nicht bezeichnen! Viel¬leicht die 5te gr. Symph. C-moll!Nur so eine Andeutung von dem Inhalt einer jeden Abtheil.! – so weit ein flüchtiges Wort die geben kann! Erhalte ich bald eine freundliche Antwort?– Ade! Ade!
Wie immer
Ihr
ergebener
Julius Mosen
(am Altmarkt.)
Dresden, 3t Nov. 36.

|2| Sr. Wohlgeb.
Herrn Schumann
Redacteur der music. Zeitschrift
Leipzig
abzug. in der Buchhandlung
Hr. Ambrosii Barth
fr.

  Absender: Mosen, Julius (1081)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
125 f.

  Standort/Quelle:*) D-Dl, s: Mus.Schu.202
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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