19.12.2019

Briefe



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ID: 5590 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 05.01.1843
 

Donnerstag den 5ten Januar 1843.
Lieber Freund!
Eiligst schreibe ich, Sie zu bitten, mir umgehend die Stimmen und Partitur Ihrer Sinfonie zu schicken. Ich will dieselbe in der Schlußversammlung des ersten Cyclus am Montag den 16ten dieses zur Aufführung bringen. Von Möser habe ich die einfachen Stimmen erhalten. (Muß ich sie ihm zurückgeben, oder sind sie noch Ihr Eigenthum?) Ich brauche noch mindestens 3 erste, 3 zweite Violinen, 2 Viole u. 3 Baßstimmen. Können Sie, so legen Sie für eine etwaige stärkere Besetzung (10 erste Violini), die jedoch von Zeitumständen abhängt, noch eine 4te erste u. zweite Violinstimme bei. Schicken Sie mir, sobald als möglich die Partitur, und begleiten Sie dieselbe mit den Fingerzeigen, die Sie für nöthig halten. Ich will mir alle Mühe damit geben. Wollen Sie sich nicht Ihr Werk bei uns anhören, und zu dem Montag herüberkommen? Berlin ist jetzt belebt, und die kleine Veränderung wird Ihnen vielleicht zu belohnender Anregung. Überlegen Sie’s. Für heut nur noch herzliche Grüße an Sie u. Frau Clärchen, und die Bitte um baldigen Bescheid und Übersendung.
Ihr
Wilhelm Taubert.
Hausvoigteiplatz 11.

[BV-E, Nr. 2463]

  Absender: Taubert, Wilhelm (1575)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 706f.
 



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