19.12.2019

Briefe



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ID: 560 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 06.04.1841
 

Lieber Wenzel!

Mein Setzer bittet dringend um den Schluß. Die Feiertage sind da und es ist doppelt wenig Zeit. War das Ihr Aufsatz? Im Kinderfreund! Wie haben Sie mich damit gekränkt. Ich war so fröhlich. Auf die Zukunft verweisen Sie nach einem mit solcher Liebe gegebenen Werke – mit so kühlen Worten! Und überrascht hat Sie es dennoch? Worte, die ich in den Tod hasse. Und fleißig und gewissenhaft war ich genug Zeit meines Lebens, um nicht mehr als ein Zukünftiger zu erscheinen und zu überraschen. Das weiß ich. Wie dem sei – erst wollte ich Ihnen diese geheimen Gedanken verhehlen – doch möchte ich gerad von Ihnen mit der Achtung angesprochen sein, die ich gar wohl verlangen kann.
Also nichts weiter davon und ohne Groll.
Ihr
Schumann.

  Absender: Schumann, Robert (15143)
  Absendeort: ?
  Empfänger: Wenzel, Ernst Ferdinand (1690)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
874f.
 



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