15.07.2019

Briefe



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ID: 5683 Brieftext


Geschrieben am: 02.02.1840
 

Berlin, Sonntag d. 2 Februar 1840
Lieber Freund!
Hier für Brockhaus! Es sieht länger aus, als es ist; streichen wird sich schwerlich lassen. Das gegen R muß stehen bleiben! haben Sie die letzte Iris gelesen? über mich u. im Feuilleton über Clara? Dieser Schaafskopf! Ich habe mir jetzt etwas Vernich[ten]des gegen ihn ausgedacht, um seinen Ruf in Berlin zu untergraben, denn sonst wo gilt er nichts mehr. Banck hat einen giftgeschwollenen Brief Ihretw. an mich geschrieben. Er kommt in 3 Wochen her. Ich habe ihm sehr ironisch geantwortet. Clara hat sehr gelacht. Haben Sie denn die Corresp. vor 8 Tagen von mir erhalten? Ich hoffte die ganze Woche auf eine Thalerantwort, und jetzt noch sehr. Jetzt muß ich in’s Armesünderconzert, das F. Förster (Hofdemagoge hier) für die Invaliden gibt.
Adieu! Liebster Kerl u. Künstler
F. H. Truhn.

Ob Ihre Sonate gefiel, weiß ich nicht. Wenigstens waren die Leute sehr still u. horchten.

Sr. Wohlgeboren
Herr Robert Schumann
Tonkünstler, Redacteur der neuen
Zeitschr. f. Musik
Leipzig
im rothen Colleg

[BV-E, Nr. 1465]

  Absender: Truhn, Friedrich Hieronymus (1602)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.17, S. 824f.
 

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