15.07.2019

Briefe



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ID: 5751 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 09.10.1838
 

Berlin d 9 8br 38
Geehrtester Freund
Sie haben meinem Liede so hochehrende Anerkennung beigegeben, daß ich mich fast dagegen – vertheidigen möchte, wenigstens in so fern, als ich in der 4 stimmigen „Uebersetzung“ noch einen Fehler entdekke, der mich bei den Exekutirenden um allen Kredit bringen dürfte. Im 10ten Tackte ist die éscharfeù Dissonanz F. – im Tenor, da sie, obwohl vorbereitet, doch éwegenù des darauf auszusprechenden Wortes „trefft“, nicht gebunden werden konnte – ein Makel, und um so fühlbarer, als der Akkord eigentlich 5 stimmig ist, u die Sexte (B) ausgelassen werden mußte. Vom Alt u Tenor würde das XXXX. trefft wohl nun recht ins Herz getroffen werden.
XXXX
Haben Ihre auf allen Heerstraßen Eilenden meine Ihnen gestern übersendete Druckfehlerrüge noch nicht überkommen u Sie könnten mir zu Lieb’ diese drei Es unter jene Cathegorie noch mit einschwärzen, so würde ichs dankbar anerkennen.
Ihr L Berger

(Ich wohne jetzt Mohrenstraße 10.)


[BV-E, Nr. 1116]
[GN, NZfM 9/42: 23. November 1838, S. 170:] Von L. B. in B.

  Absender: Berger, Ludwig (191)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 96f.
 



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