19.12.2019

Briefe



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ID: 5755 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 13.10.1838
 

Geehrtester Herr!
Bereits im vorigen Jahr addressirte ich Herrn M. D. Möser an Sie, nicht um ihn zu empfehlen, da dies sein bekannter Name hinlänglich gethan haben würde, sondern um Sie auf das seltne Talent seines Sohnes aufmerksam zu machen. Seine Reise wurde jedoch geändert, und ich sende Ihnen nun eine zweite Auflage meines Briefes, die ich in sofern eine verbesserte nennen darf, als sich binnen Jahresfrist das Talent des jungen Möser noch erfreulicher ausgebildet hat.
Hätte mein diesmaliger Aufenthalt in Leipzig mehr als Stunden gedauert, (von Morgens 8 bis Abends 7,) die mit den unerläßlichsten Geschäften des Mein u Dein überdrängt waren, so würde ich Sie gewiß aufgesucht haben; ohne Zweifel würde es uns dann leicht geworden seyn, durch noch klärende offne Rede, das was sich an kleinen Mißverhältnissen in letzter Zeit zwischen uns eingeschlichen haben dürfte, völlig auszugleichen; etwas das mir sehr am Herzen liegt, weil es mir wahrhaft um die gute Sache und die Gemeinschaft der Achtungswerthen für dieselbe zu thun ist.
In dessen Hochachtung aufrichtig
der Ihrige
L Rellstab.
Berlin 13t Okt. 1838

  Absender: Rellstab, Ludwig (1251)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
540f.
 



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