15.07.2019

Briefe



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ID: 5814 Brieftext


Geschrieben am: Montag 24.12.1838
 

Hochzuverehrender Herr und Meister!
Seit langer Zeit schon sehe ich täglich, Ihrer mir überaus werthen Zuschrift entgegen, aber – ich weiß nicht, ob Sie meine beiden Briefe erhalten haben. Miss Robena Ann Laidlaw, eine Freundinn meiner Schwester, läßt Ihnen die besten Empfehlungen nebst beifolgendem Briefe durch mich übermachen; ich kann Sie des größten Beifalls Ihrer romantisch schönen Phantasiestücke, die Miss Laidlaw in ihrem Concerte wirklich meisterhaft vortrug, versichern. Es waren „in der Nacht“ und „Grillen“. – Beehren Sie mich, wenn es Ihnen irgend möglich wird, recht baldigst, mit einer mir überaus angenehmen Zuschrift, und verzeihen Sie, wenn ich mir die Freiheit nehme, Sie wiederum anzufragen, wie es mit der Aufnahme meiner Lieder in Ihre Beilage steht? – Ich hege das feste Vertrauen, daß Sie gern einem jungen Musiker, in seinem Weiterkommen helfen werden, also nochmals bitte ich Sie, recht sehr um baldige Aufnahme in Ihre Beilage. Glauben Sie, verehrter Meister, der Versicherung, daß Ihnen mit aller Dankbarkeit und größter Hochachtung treu ergeben
gehorsamst
Julius Stern
Rosenthaler Str 14.
Berlin 24 Dec. 38.

[BV-E, Nr. 1158]

  Absender: Stern, Julius (1546)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 648f.
 



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