19.12.2019

Briefe



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ID: 5847 Brieftext


Geschrieben am: Montag 10.12.1838
 

Werther Freund!
Schumanns Brief vom 25 Nov. ist mir zugegangen. Er bittet sehr um einen größern Aufsatz, eine Novelle oder so dergleichen, was die „Neue“ sich gern an den Hut stecken könnte. Zum neuen Jahr soll für die ersten Nummern des nächsten Bandes solches eingehen von meiner Feder. Das Gerücht, dß Schumann sich von der Zeitung zurückziehen wolle, habe ich nach seinem Wunsche bereits in meinem hiesigen Blatte „Figaro“ wiederrufen, in andern soll’s noch geschehen. Noch schreibt mir Schumann Hr. Rob. Friese soll mir das rückständige Honorar jetzt auszahlen. Ich bitte dieserhalb um Ihre gütige Vermittlung, lieber Lorenz damit ich das Geld bald, noch vor Weihnachten bekomme. Wo möglich für 2 Drucklagen (20 Th) auch wenn ich , was ich nicht bezweifle, weniger zu fordern hätte. Den kleinen Vorschuß wird man einem so getreuen Mitarbeiter wie ich, wohl machen können. Schumann hat’s wenigstens schon zweimal gethan. Ich empfehle mich Verhulst dem Director der Euterpe und die Copie meiner Composition für Paline Garia hätte ich richtig erhalten. Adieu! Adieu! Prosit Neujahr!
Ihr Freund F. H. Truhn

Berlin d 10/XII 38.

Notiz. Piquque [sic] u H. Wolff (Violinen) haben zusammen auf dem Königl. Theater gespielt u sehr gefallen.

Redaction der Neuen musikalischen
Zeitung.
(Robert Friese)
Herrn Lorenz
Leipzig
Einliegend: Beiträge)
(Absend. Truhn)

[BV-E, Nr. 1182]

  Absender: Truhn, Friedrich Hieronymus (1602)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 787ff.
 



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