19.12.2019

Briefe



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ID: 5934 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 07.05.1839
 

Verehrter Freund!

Herzlichen Dank für Ihr so wohlgetroffenes Bild; doch soll man nicht von Ihnen sagen: „hängen wollen <S>sie ihn alle sehen, aber kaufen will ihn keiner“ – ich habe Sie oder vielmehr Ihr Bild zu einigen <>hundert alten und jungen Tonmeistern gefügt und hoffe, daß Ihnen die Gesellschaft nicht mißfallen soll. Der berühmte H. Schütz ist einer der nächsten Nachbarn und Palestrina nicht weit entfernt. Sie können die Sammlung einmal in Augenschein nehmen.
Anbei etwas Manuscript und um den Schluß dieses Artikels zu machen, bitte ich um gefällige Uebersendung einiger Compositionen für die Kirche, da ich <>bis auf ein Werk mit allen fertig bin. – Oratorien habe ich keines. Bei der lezten Abrechnung habe ich sie mit abgeliefert, da dies und Löwe alt geworden war.
Was meinen Sie zu der Zeitung von Schilling? Er forderte mich zum ordentlichen Mitglied auf, ich mag aber gar nicht antworten, da mir der Mann gar zu erbärmlich erscheint.
Nochmals schönsten Dank und gelegentliche Uebersendung einiger Kirchenmusik.
Immer Ihr
C. F. B.

L. d. 7. Mai 39.

Sr. wohlgeboren Herrn
Herrn Robert Schumann,
Hier.

  Absender: Becker, Carl Ferdinand (161)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
178ff.
 



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