19.12.2019

Briefe



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ID: 6040 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 12.07.1838
 

Ew. Wohlgeboren
theile ich einliegend den Aufsatz über die Beethov. Sinfonie noch mal mit, zur Ansicht oder zum Gebrauch nach Belieben, und bin ich bereit, falls Sie eine Partitur dieser Sinfonie anschaffen können, meine Meinung am Klavier zu beweisen, versteht sich, meiner individuellen Ueberzeugung nach. – Besuchen mich Ew Wohlgeb. mal, so werden Sie noch was anderes und dickseitigeres symphonistisches und quartettistisches von mir kennen lernen; wie auch einen ausgezeichneten Schriftsteller Berlins, den Dr med Sobernheim. Derselbe ist nicht nur ein berühmter medicinischer Autor, sondern auch als Literat überhaupt, als Kunstkenner ausgezeichnet, der vorzüglichste Guitarrenvirtuos Berlins und der Intimus von Spontini, für den er die neue Oper, welche derselbe jetzt componirt, verfaßt hat. Also besuchen Sie mich mal zu einem Abendspaziergange Nachmittags, oder sonst nach Belieben.
Herrmann Hirschbach

Donnerstag

Sr Wohlgeboren
Herrn Robert Schumann
(Redacteur der neuen musikalischen
Zeitung)
im
rothen Collegio 1 Treppe
hoch, hinten heraus, in
der Ritterstraße

  Absender: Hirschbach, Hermann (715)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (14753)
  Empfangsort: Leipzig
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
239f.
 

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