15.07.2019

Briefe



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ID: 6056 Brieftext


Geschrieben am: 25.06.1838
 

Wohlgeborner, Hochgeehrtester Herr.

Beigehend erlaube ich mir, im Vertrauen auf Dero gütige Verzeihung, Ihnen 6 Lieder mit Pianoforte-Begleitung zu übersenden, mit der ergebensten Bitte, mir Ihr werthes Urtheil darüber in wenig Zeilen, die ich abholen lassen werde, zu geben. Sollten Ew. Wohlgeboren jedoch eine mündliche Besprechung vorziehen, so würde es mir desto angenehmer sein, und ich würde Sie alsdann bitten, mir die Zeit hierzu bestimmen zu lassen.
Ich übergebe Ihnen diese Lieder mit der Versicherung, daß ich bei ihrer Komposition mir wenigstens stets klar bewußt gewesen bin, was ich wollte; ob ich<> mit meinen Kräften dem mir gesteckten Ziele mich genähert habe, darüber erwarte und erbitte ich von <meiner> Ihrer Güte ein offenes Urtheil. Tadel eines in der musikalischen Welt so hochgeehrten Mannes wird mir nur neue Kraft geben.
Allerdings wünschte ich, wenn sie Ew. Wohlgeboren Beifall erlangen sollten, dieselben der Oeffentlichkeit zu übergeben; doch ist dieser Wunsch einzig und allein auf besondere Verhältnisse basirt, die ich mir vielleicht später erlaube Ihnen auseinander zu setzen.
In der Hoffnung geneigter Erfüllung seiner ergebensten Bitte zeichnet
hochachtungsvoll
K. A. Zwicker
wohnhaft Ritterstraße
No. 699.

Leipzig, den 25.ten Junius 1838.

Sr Wohlgeboren
Herrn Robert Schumann,
Redacteur der Neuen Musi-
kalischen Zeitung
allhier.

beigehend:
ein Röllchen Noten.

  Absender: Zwicker, K. A. (1755)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.19, S. 905f.
 



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