15.07.2019

Briefe



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ID: 6208 Brieftext


Geschrieben am: 21.10.1837
 

Lieber Schumann!
Beikommend erhalten Sie nach unserer Uebereinkunft ein Referat. Daß ich nicht genannt sein mag, versteht sich von selbst. Soll ich es stets durch Buchhändlergelegenheit, oder mit der Post schicken? Um Durchsicht des Manuscripts bitte ich, auch darum, womöglich alles stehen zu lassen. Mit dem Honorar 10 Th per Bogen bin ich einverstanden, wenn sie darunter 2 Stück Fr’dor verstehen, denn ich halte mein Geschreibe doch für etwas mehr, als bloße Correspondenzartikel, und da werden 10 Rth Gold nicht zu viel sein. Nicht wahr? Um etwas muß ich diesmal dringend bitten, nämlich: mir mit umgehender Post das Honorar für 1 Druckbogen gefälligst zu übermitteln. Was an einem Druckbogen fehlt werde ich durch ein Manuscript über die Faßmann und Loewe, das ich so interessant als möglich zu machen denke, nächstens ergänzen. Widrigste Umstände, zb. der Verlust eines dummen Prozesses u dgl setzen mich in die Verlegenheit Sie gleich von vorn herein mit einer so wenig angenehmen Bitte zu beschweren. Doch Sie verzeihen, und schicken gleich, das bin ich von Ihrer Güte überzeugt. Herrn Felix Mendelssohn, dem ich noch immer 1 Louisd’or schulde, lasse ich mich bestens empfehlen. Gerade dieses Mendelssohnischen Louisd’or’s kann ich niemals habhaft werden.
Hochachtungsvoll Ihr
ergebenster
F. H. Truhn

Berlin d 21 Octobr 1837.

Mit Allabreve werde ich immer unterzeichnen. Meine Adresse. Friedrichstr. 108 bei Pattri.

A Mr.
Herrn Rob. Schumann
à
Leipzig

[BV-E, Nr. 741:] Mit Correspondenz.

  Absender: Truhn, Friedrich Hieronymus (1602)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.17, S. 760f.
 



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