15.07.2019

Briefe



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ID: 6325 Brieftext


Geschrieben am: 16.11.1837
 

Berlin, den 16ten November 1837. Abends 6 Uhr.
Verehrter Freund!
Heut früh am 16ten bekam ich Ihren Brief, und beeile mich, Ihnen zu antworten, 1, daß die Reinschrift meiner Etuden noch sehr im Unreinen ist, da ich überdies den größten Theil derselben, wie die Triolenetude in a, noch auswendig spiele 2, daß ich mit Hofmeister schon eine vorläufige Rücksprache über die Herausgabe derselben genommen, u. deshalb eine Kollision fürchte,3 , daß ich Morgen über 8 Tage den 24sten, so Gott will, schon in Leipzig bin um Ausführliches mit Ihnen darüber zu verabreden. Übrigens habe ich seitdem einiges interessante „Neue“ gemacht, so daß mir jetzt die Wahl zum öffentlichen Vortrag schwer wird. 4 Etuden sind wohl nicht zu viel, um sie hintereinander zu spielen – oder ja? Da ich also bekanntlich mein Trio, meine Etuden, meine Variationen spiele gebe ich zu bedenken ob die Leute darüber schrein werden; u. bitte, wenn es nöthig ist, dies gelegentlich andeutend zu rechtfertigen. Also was die Etud, u. Alles Andere betrifft, mündlich genauer. Ich erwarte stündlich einen Brief von Voigts. Sie herzlich grüßend nenne ich mich Ihren ergebenen Freund
W. Taubert.
Johannisstraße 3.a.

Sr. Wohlgeb. dem Herrn Robert Schumann.
zu
Leipzig.
im rothen Collegio.
frei.

[BV-E, Nr. 774]

  Absender: Taubert, Wilhelm (1575)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.17, S. 700f.
 



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