19.12.2019

Briefe



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ID: 6395 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 27.04.1837
 

Geehrtester Herr Schumann,

Der Drang der Nothwendigkeit nöthigt mich zu einer Bitte an Sie, deren Verzeihung ich von Ihrer gütigen Nachsicht <>zu erhalten glaube. Ostern ist bei mir großer Rechentag u ich brauche mehr Geld, als gewöhnlich; es sind mir mehrere Gelder ausgeblieben u ich muß daher leider diese zu ergänzen suchen. Würden Sie wohl, geehrtester Herr Schumann die Güte haben u mir den Betrag meiner kleinen Rechnung zukommen zu lassen? Sie würden mich dadurch sehr verbinden. Ich stelle es ganz ihrer [sic] Schätzung anheim, was Sie für die Artikel: Tod der Malibran – Esmeralda – Spontini’ Brief – Brief an Herrn Bennett, mir bestimmen; was Sie früher für Übersetzungen zahlten, damit werde auch ich zufrieden sein.
Ich ersuche Sie nochmals recht sehr, mir diese Bitte nicht übel zu nehmen; wahrlich nur die Nothwendigkeit konnte mich dazu bewegen. Ich verbleibe in aller Hochachtung
Ihr
ergebener
EFreisleben.

Leipzig den 27.t. April 1837.

Sr. Wohlgeboren
Herrn Schumann
allhier
Rothes Colleg.

  Absender: Freisleben, E. (484)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
454f.
 



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