15.07.2019

Briefe



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ID: 6518 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 08.03.1835
 

Wohlgeborner Herr,
Unsere Briefe sind einander auf der Post begegnet. Ich habe meinen Aufsatz empfangen, und sage für das Honorar, welches H Kuhr sofort gezahlt hat, meinen besten Dank. Ich bemerke bei dieser Gelegenheit, daß nur der mir gemeldete Verlust meines Aufsatzes mich im Unmuthe bestimmte, mindestens den Betrag dafür sofort zu fordern, künftig unter werfe ich mich gern den Terminen, die Sie und der Verleger zum Ordnen der pekuniaeren Angelegenheit bestimmen; am Liebsten wäre es mir, wenn ich gar nicht auf dergleichen Nebendinge in Wissenschaft u Kunst zu sehen brauchte, doch leider geht das nicht, da ich ohne Amt privatisirend darauf angewiesen bin.
Ihre Aufgabe ist sehr schwierig, hat mir aber bereits einen Ideenvorrath dazu durch den Kopf gejagt, ich nehme also nächstens Gelegenheit, Ihnen meine Ansichten über Hamlet etc in musikalischer Hinsicht auszusprechen, und will nur wünschen, daß es mir gelingen möge, dieselbe einigermaßen zu Ihrer Zufriedenheit zu lösen.
Hochachtungsvoll
der Ihrige
C Seidel
Berlin d 8t März 1835

Sr. Wohlgeboren
Herrn R. Schumann
Mitredacteur der neuen Zeitschrift für Musik
in
Leipzig
frei

  Absender: Seidel, Carl (1472)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 604f.
 



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