19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 6752 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 08.06.1836
 

Lieber Schumann
Hierbei folgt nun der Schluß des Bach so kurzgefaßt wie möglich und hoffentlich wirst Du doch hier nichts streichen.
Was das Honorar betrifft so hab ich Dir gleich beim ersten Theil geschrieben daß ichs in Bausch und Bogen verlangte für die erste Abtheilung hast Dus mir auch so gesandt, Du magst es mir jetzt immerhin pro Bogen berechnen indeß ists Dein eigner Vortheil wenn Dus korrekt machst. Wenn ich übrigens von Dir meine Arbeiten nicht nach Verdienst honorirt erhalte von wem denn? eben, weil wir Freunde sind erwart ich von Dir daß Du mir giebst was recht u billig ich meine: nicht weniger als dem Mainzer, denn meine Sachen, das weiß ich erregen bei der Mehrzahl Deiner Leser nicht geringeres Interesse als Mainzers Aufsätze – also um Geld mußt ich Dir schreiben und muß es auch jetzt denn ich habe nicht nur für mich sondern auch für meine Frau zu sorgen, dies bedenke Bruderherz und laß mich nicht verkümmern. – In Erwartung einer baldigen Antwort und des angekündigten goldenen Danks
Dein
J Burmeister-Lyser.

Dipoldiswalder Gasse im Hause des Comissionsrath Blochmann No 465

Dresden den 8 Juni 1836

  Absender: Lyser, Johann Peter (995)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (14753)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 6
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Eduard Bendemann, Julius Hübner, Johann Peter Lyser und anderen Dresdner Künstlern / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Renate Brunner, Michael Heinemann, Irmgard Knechtges-Obrecht, Klaus Martin Kopitz und Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-017-9
712f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.