19.12.2019

Briefe



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ID: 6757 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 26.06.1836
 

Lieber Schumann!
Hast Du den Bach No III erhalten oder nicht? weder Zeitungen Brief noch Geld habe ich bis dato zu Gesichte bekommen.
Ich erwarte umgehend nicht nur Antwort sondern auch den zugesagten goldnen Dank. Er wäre wahrlich Hülfe in der Noth denn alle Welt läßt mich jetzt warten, daß es eine Sünde und eine Schande ist.
Wär ich allein macht’ ich mir soviel nicht daraus, aber aber ich habe ein liebes Weib der ich keine Sorge bereiten mögte Thu also dazu – und bald! – daß ich ihr einen frohen Tag machen kann, von meinem Freund erwart’ ich’s daß er mir den wohl verdienten Lohn nicht verkümmert: übrigens wer schnell sendet giebt doppelt –
Mache daß ich nicht die traurige Zahl jener armen Teufel vermehre, die während man ihre Sachen mit Wohlgefallen lieset Noth leiden.
Dein
Burmeister-Lyser
D.

Dresden den 26 Juny 1836
in Eile

Sr Wohlgebn
Robert Schumann
Redacteur der neuen Zeitschrift für Musik
in
Leipzig

  Absender: Lyser, Johann Peter (995)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (14753)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 6
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Eduard Bendemann, Julius Hübner, Johann Peter Lyser und anderen Dresdner Künstlern / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Renate Brunner, Michael Heinemann, Irmgard Knechtges-Obrecht, Klaus Martin Kopitz und Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-017-9
713f.
 



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