25.02.2022

Briefe



Rückwärts
	
ID: 6846
Geschrieben am: Freitag 07.08.1840
 

Wohlgeborner Herr,
Verehrter Herr Doctor!
Es wurde mir bei der mir in meiner lieben Vaterstadt: Leipzig so karg zugemeßnen Zeit unmöglich Ihrer gütigen Aufforderung gemäß Sie, wie ich so gern gethan hätte, zu einem nochmaligen längern Zwiesprech aufzusuchen und auch auf meiner Rückreise blieb, da ich meinen Weg zu einem Besuch bei meinem alten Freund K. M. Schneider über Dessau nahm, nur eine einzige knappe Stunde für Leipzig. – So sah ich mich fürerst um die Freude Ihrer mir so interessanten und werthen näheren Bekanntschaft gebracht.
Damit ich Ihnen aber nicht noch länger durch eigne Schuld ganz fremd bleiben möge, übersende ich Ihnen hiermit zu gefälliger Beurtheilung in Ihrer geachteten Musikalischen Zeitschrift ein Exemplar 1.tens von meiner an vergangenem 16ten Juli bei Gelegenheit eines Requiem in der hiesigen Singacademie aufgeführten Trauermotette Partitur nebst Stimmen und 2tens meiner Sonate und Sonata quasi Fantasie op. 21.
Ich werde denselben auch späterhin diejenigen meiner gedruckten Compositionen noch nachfolgen lassen, die ausser ihnen mir zu Gebote stehn.
Genehmigen Sie den Ausdruck der vorzüglichen Hochachtung mit welcher ich zeichne
Ew Wohlgeboren
ganz ergebenster
Lecerf.

Berlin d. 7ten Aug. 1840.

  Absender: Lecerf, Justus Amadeus (920)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 358f.

  Standort/Quelle:*) PL-Kj, Korespondencja Schumanna, Bd. 10 Nr. 1624
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 

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