19.12.2019

Briefe



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ID: 6857 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 28.10.1840
 

Lieber Schumann!
Den schönsten Dank für deine Myrthen, ich studiere sie mit wahrer Freude und werde einen hübschen Aufsatz in der Abendzeitung drüber machen, auch sonst fleißig davon reden. Sende mir doch alles was von dir herauskommt. Deine Lieder werden hier jetzt hier und dort mit Lust gesungen, deine Claviersachen sind aber leider fast garnicht bekannt, obgleich es doch einige firme Spielerinnen hier giebt die sich an Moscheles Thalberg ja sogar an den List wagen ich hoffe aber Deine Lieder werden jetzt auch Deinen Claviersachen forthelfen. Wie steht es denn mit Deiner Oper? – Krausen kenn ich allerdings doch habe ich ihn sehr lange nicht gesehen seine Addresse ist: Advokat Ernst Wilhelm Krause Breitegasse No 643. – Bitte schreib mir doch ob Verhulst noch in Leipzig ist. Dann bitt ich Dich inliegenden Zettel
Citissimo auf die Stadtpost besorgen zu lassen es liegt mir viel daran in wenigen Tagen send ich Dir Etwas hübsches
Leb wohl grüße Dein Weibchen und behalte lieb
Deinen Lyser. P.

Dresden d 28 Octb 1840.

Sr Wohlgeb pp
Herr Dr. Robert Schumann.
Redacteur der neuen Zeitschrift für Musik
in
Leipzig.

  Absender: Lyser, Johann Peter (995)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (14753)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 6
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Eduard Bendemann, Julius Hübner, Johann Peter Lyser und anderen Dresdner Künstlern / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Renate Brunner, Michael Heinemann, Irmgard Knechtges-Obrecht, Klaus Martin Kopitz und Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-017-9
770ff.
 



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