19.12.2019

Briefe



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ID: 699 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 10.09.1841
 

Würde meine pflegemütterliche Freundin mir einen Liebesdienst versagen, um den ich sie im Namen meiner Frau, wie in meinem eigenen angehe. Unser Kind ist frisch und munter und es fehlt ihm nur noch ein Name, um es recht herzen zu können. Nächsten Montag, gerade am 22sten Geburtstag meiner Klara, wünschten wir es getauft, und haben vier Zeugen gewählt, von denen wir wissen, daß sie frohen Antheil an unserm Glück nehmen: nämlich Klara’s Mutter, die selbst kömmt, meinen Bruder, für den Hr. A. Barth, – Mendelssohn, für den Hr. R. Härtel stehen wird, und Sie unsere alte verehrte Freundin. Möchten Sie unsere Bitte erfüllen können und darin eine Bürgin unserer Gesinnung sehen, die besser spricht als Wort und Schrift.
Eine Antwort hohle [sic] ich mir morgen selbst bei Ihnen, wenn Sie mir sagen lassen wollen, ob ich Sie in den Vormittagstunden zu Hause treffe. Meine Frau, die bald ganz aus dem Bett sein wird, läßt Sie und die Ihrigen herzlich grüßen und ich bin,
wie immer Ihr
ergebener
Robert Schumann.

d. 10ten September 1841.

  Absender: Schumann, Robert (14753)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Devrient, Johanna (358)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
328f.
 



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