19.12.2019

Briefe



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ID: 707 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 13.08.1842
 

Verehrtester Freund.

Dr. Keferstein bat mich schon mehrmal, ihm von meinen Compositionen zu schicken, um sie in der Allg (Mus.) Zeitung anzuzeigen. Dies thue ich nun ganz gern, kenne aber Ihre Redactionsverhältnisse nicht genug, um mit Bestimmtheit erwarten zu dürfen, ob Sie Dr. K–s kritischen Aufsätzen unbedingte Aufnahme gewähren. Namentlich ist in der Allg. Ztg. seit 10 Jahren wohl nicht eine meiner Claviercompositionen besprochen worden, an deren manche ich doch gern zurückdenke, an denen allen ich mit Lust und Liebe gearbeitet. Stimmt nun K–s Wunsch mit Ihrem zusammen, so schreiben Sie mir ein Wort darüber, um dann K. einige meiner neueren Claviercompositionen zuzuschicken. Vorher meine Liederhefte gedenke ich Ihnen bald selbst zu übersenden und bitte um freundliche Aufnahme. Ihr Orgelconcert konnte ich leider nicht besuchen; ich kam erst seit einigen Tagen von einem kleinen Ausflug nach Böhmen zurück. Es thut mir sehr leid – namentlich hätte ich so gern das XXXX gehört.
In der Hoffnung Sie bald einmal zu sehen und zu sprechen, wie immer
Der Ihrige
R. Schumann.

13. August 1842.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Becker, Carl Ferdinand (161)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
215ff.
 



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