19.12.2019

Briefe



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ID: 7467 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 18.12.1868
 

Wien, den 18. Dezember 1868.

Liebe, geehrte Frau!

Hätte ich können meinem Herzensdrange folgen, so hätten Sie diese Zeilen schon früher erhalten, aber es stürmte dieser Tage so vieles auf mich ein, dass es mir nicht möglich wurde, Ihnen den nochmaligen Dank für all das Freundliche, das Sie uns erwiesen, auszusprechen. Ich drücke Ihnen Beiden noch einmal recht herzlich die Hand dafür. Ich bin so frei diesen Zeilen eine kleine Erinnerung beizulegen – ich sah diese Lieder nicht bei Ihnen; es würde mich freuen, nähmen Sie sie freundlich auf und gedächten Sie beim Singen derselben zuweilen meiner.
Meine Tochter vereinigt ihre schönsten Grüsse an Sie beide mit den meinigen. Möge Ihnen das nächste Jahr neues Glück und Segen bringen.
In aufrichtiger Ergebenheit
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Wien
  Empfänger: Ebner, Ottilie (2218)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 4
Briefwechsel Clara Schumanns mit Maria und Richard Fellinger, Anna Franz geb. Wittgenstein, Max Kalbeck und anderen Korrespondenten in Österreich / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Anselm Eber und Thomas Synofzik / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-015-5
114
 



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