19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 8052 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 17.03.1842
 

Wie es mir bis jetzt ergangen, wirst Du von meinem Robert wohl gehört haben, wie es aber in meinem Innersten aussieht, kann ich nur Dir sagen, denn es würde meinem Robert das Herz schwer machen. Ich bin in einem Zustand der schrecklichsten Melancholie, ein Sehnen nach ihm und meinem Kinde, daß ich mich oft nicht zu fassen weiß…
wirst Du denn manchmal zu meinem Manne gehen? sag ihm nur, daß ich Dich darum gebeten, frag ihn, ob er Alles nach Wünschen hat…und ist er etwa traurig, sag ihm ein Wort der Aufheiterung…und macht es ihm etwa Kummer, daß ich mich in der Welt herumschlage, so sag ihm, daß es meine Freude ist, auch einmal etwas für ihn zu thuen, der das ganze Jahr für mich arbeitet…
Wir haben auf unserer Reise einen großen Plan gefaßt (mein Mann und ich nämlich), vor dem Du erschrecken wirst – ich selbst schaudere, wenn ich daran denke, doch, wo ginge ich nicht mit meinem Robert hin!…es ist noch tiefes Geheimniß

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Hamburg
  Empfänger: Meyer, Emma, verh. Leppoc, Emma (13948)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
221
 

Fehlerbeschreibung*





Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.