19.12.2019

Briefe



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ID: 8053 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 01.05.1842 bis: 31.08.1842
 

Donnerstag Abend.

Liebe Emma,
Anbei folgen die 2 Briefe, die ich Deinen Herrn Bruder ersuche mit nach Berlin zu nehmen. Den an meine Mutter kann er auf die Stadtpost geben, doch den Anderen bitte ich ihn sehr, vielleicht durch den Hausknecht, an Ort und Stelle zu schicken. Er soll mich ja wegen der vielen Bitten entschuldigen – sein Fräulein Schwester hat mich dreist gemacht.
Ich denke Dich mir in diesem Augenblicke mit dem Kopf wohlgefällig nicken – oder auch schläfrig – Haake kann eben Flöte blasen.
Während ich hier sitze und schreibe, esse ich mit der linken Hand immer darauf los – Kirschen, die mir, obgleich mir schlecht zu Muthe ist, herrlich munden.
Habe Dank! ich sehe Dich Morgen vielleicht!
Deine Clara.
Fräulein
Emma Meyer.

Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Meyer, Emma, verh. Leppoc, Emma (13948)
Empfangsort: Leipzig
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
222
 



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