19.12.2019

Briefe



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ID: 8166 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 25.03.1881
 

London1 d 25ten März 81

Geehrtes Fräulein,

leider kann ich Ihren Brief nicht in allen Theilen beantworten wie Sie es wünschen, da ich die verschiedenen Aufsätze, von denen Sie sprechen, nicht kenne, oder auch – wieder vergessen habe. – Ich kann daher nur Ihre directen Fragen beantworten, so weit ich es selbst weiß ohne erst zu Hause nachzusehen.
1. Ich erinnere mich bei Weinlich Unterricht gehabt zu haben, auf Dorn u. Kupsch besinne ich mich nicht.
2. Violinstunden habe ich nie gehabt.
3. <Bli> In Düsseldorf blieb ich bis 1857, dann bis 61 in Berlin, – dann bis 73 in Baden-Baden, dann wieder bis 78 in Berlin u. seit 78 lebe ich in Frankfurt, wo ich allerdings am Dr. Hochschen Konservatorium unterrichte.
Beifolgend erhalten Sie die neueste Photographie von hier. –
Nehmen Sie fürlieb mit diesen wenigen Zeilen, – ich bin aber zu sehr beschäftigt um mehr als das nöthigste erledigen zu können.
Hochachtungsvoll
Ihre ergb
Clara Schumann.

Die Photographie folgt nächstens, da ich diesen Brief nicht länger liegen lassen möchte. –

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: London
  Empfänger: Lipsius, Marie (961)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 14
Briefwechsel Clara Schumanns mit Mathilde Wendt und Malwine Jungius sowie Gustav Wendt / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-86846-025-4
834f.
 



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