19.12.2019

Briefe



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ID: 8176 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 04.08.1849
 

Verehrtester Herr,
wir sind beide sehr unwohl, mein Mann noch mehr als ich (an einem ruhrartigen Anfall), – daher ich die Feder ergreife.
Einstweilen folgt zu beliebigen Abschriften ein Exemplar der Chor und Quartettstimmen, die mein Mann aber zur hiesigen Aufführung bis Dienstag über 8 Tage (d. 14ten) zurück haben muß. Die Partitur läßt er sogleich für Sie copiren, und erhalten Sie dieselbe bis spätestens heute über 8 Tage.
Die Krankheit meines Mannes möge ihn auch bei Herrn Hofrath Schöll entschuldigen, daß er diesem nicht selbst antwortet.
Sobald er besser ist, schreibt er Ihnen ausführlich. Wir bedauern nicht selbst der Aufführung in Weimar beiwohnen zu können – wo möchte man wohl diese Feyer lieber begehen, als gerade in Weimar! doppelt leid ist es uns, da auch Sie nun dort sind!
Mein Mann grüßt Sie freundlichst mit mir
Ihre
ergebenste
Clara Schumann.
Dresden d. 4. Aug. 1849.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Liszt, Franz (964)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
155f.
 



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