15.07.2019

Briefe



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ID: 8181 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 12.06.1852
 

Verehrtester Herr,
im Auftrage meines Mannes eile ich Ihnen mitzutheilen, daß er zu seinem großen Leidwesen durch eine starke Erkältung verhindert ist nach Weimar zu kommen. Wie leid ihm dies ist, werden Sie sich wohl denken können, und nicht weniger mir, denn jedenfalls hätte ich ihn begleitet. Er läßt Ihnen recht freundlich für Ihre Einladung danken, und, können wir auch nicht in Person bei Ihnen sein, so sind wir es im Geiste.
Recht sehr leid thut es mir daß unsere lieben Freunde Preußers, die der Aufführung des Manfred beiwohnen wollten, nicht kommen können, indem sie gestern hierdurch nach Ems gereist sind.
Werden wir von Ihnen, lieber Herr Liszt, vielleicht bald etwas über die Aufführung erfahren? Können Sie Zeit gewinnen, so, bitte, senden Sie meinem Manne bald einige Zeilen! –
Wollen Sie der verehrten Frau Fürstin unsere angelegentlichsten Empfehlungen sagen, und schließlich mit meines Mannes schönsten Grüße und Dank auch den Meinigen empfangen.
Ihre
ergebenste
Clara Schumann.

Düsseldorf d. 12 Juni 1852

NB: Mein Mann trägt mir eben noch auf Ihnen mitzutheilen, daß wir nächste Woche ganz frei sind, und doch vielleicht, wenn sein Unwohlsein sich bessert, zu einer zweiten Aufführung kommen könnten, wenn Sie uns dieselbe mittheilten oder mittheilen ließen, wenn Sie Selbst am Schreiben verhindert wären! – Wie sollte mich das freuen, ließe sich es noch so einrichten! –

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Liszt, Franz (964)
  Empfangsort:
  SBE: II.5, S. 183f.
 



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