15.07.2019

Briefe



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ID: 8182 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 15.06.1852
 

Düsseldorf d. 15 Juni 1852.
Geehrtester Herr Liszt,
Ihre Depesche erhielt mein Mann gestern Abend und läßt Ihnen recht freundlich dafür danken; am liebsten wären wir nun gleich heute Morgen abgereist, leider aber hat sich das Unwohlseyn Roberts so verschlimmert, sein ganzer Körper ist so steif von Rheuma, daß er kaum von einem Stuhle zum Anderen kömmt, geschweige denn von hier nach Weimar zu reisen im Stande wäre. Wir haben jedoch noch bis Morgen Nachmittag Zeit zur Abreise und könnten dann noch am 17ten Mittags in Weimar sein, daher haben wir die Reise auch noch nicht ganz aufgegeben – wird es nun einigermaßen besser mit Robert, so kommen wir, wo nicht, so müßten wir bleiben, so sehr wir auch desparat darüber wären. Der Zufall hätte es wahrhaftig nicht unglücklicher fügen können, als daß er dieß Uebel gerade jetzt schickt.
Ich habe wenig Hoffnung, doch ganz gebe ich sie noch nicht auf!
Robert grüßt Sie auf das freundschaftlichste, und dankt Ihnen nochmals für Ihre schnelle Mittheilung.
Auch ich erlaube mir einen schönen Gruß beizufügen.
Wahrhaft ergeben
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Liszt, Franz (964)
  Empfangsort:
  SBE: II.5, S. 185f.
 



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