15.07.2019

Briefe



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ID: 8183 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 28.07.1852
 

Düsseldorf d. 28. July 1852
Verehrtester Herr,
von Tag zu Tag hoffte Ihnen mein Mann schreiben und danken zu können, und immer ist sein Unwohlsein so hartnäckig, daß ich es abermals übernehmen muß, Ihnen dieß mit einigen Zeilen mitzutheilen, damit Sie
ja seine Schmerzen nicht für etwas Anderes, als Unmöglichkeit ansehen. Nachdem sich sein Rheuma gebessert, stellte sich ein nervöses Leiden ein, das nun schon 4 Wochen unausgesetzt dauert, und ihm keinerlei Beschäftigung erlaubt – es ist dieß doch wahrscheinlich Folge der Hitze und Ueberanstrengung. Er trägt mir aber auf Ihnen zu sagen, daß sein erster Brief an Sie sein wird. Vorläufig danke ich Ihnen in seinem Namen für Ihren lieben warmen Brief und alle freundlichen Mittheilungen. Er läßt Sie noch dringend bitten, Herrn Genast sein Unwohlseyn mitzutheilen, und einstweilen, bis er selbst ihm zu schreiben im Stande ist, seinen Dank Herrn Genast aussprechen zu wollen.
Mein Mann behält sich alles Weitere selbst vor, und so erlaube ich mir nur noch die Bitte der Frau Fürstin meine angelegentlichsten Empfehlungen sagen zu wollen und zeichne mich, Sie, geehrtester Herr, recht freundlich grüßend
Ihre
ergebenste
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Liszt, Franz (964)
  Empfangsort:
  SBE: II.5, S. 187f.
 



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