19.12.2019

Briefe



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ID: 8683 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 04.05.1855
 

Lieber Joachim,

herrlich ist’s, daß Sie nun kommen – stündlich hatten wir auf Nachricht gehofft. Und wie froh bin ich, daß Sie nun zu Johannes Geburtstag hier sind – Sie sind doch die größte Geburtstags-Freude, die er haben kann! ich meine nun aber auch Sie im Bilde! Sie wissen wohl, ich wollte es Ihm gern mit aufbauen. Bitte, kommen Sie ja Sonntag Früh spätestens, wir müssen dann noch Früh zum Daguerryotypisten [sic], sonst ist es unmöglich, daß es fertig ist bis Montag, ich zweifle sogar noch daran, daß es überhaupt noch möglich. Es würde mich recht betrüben, und hätte ich wirklich nur einen Trost – Sie Selbst. Wir erwarten Sie jedenfalls Sonntag 8 Uhr am Bahnhof, wenn Sie uns nicht wieder anders berichten –- etwa, daß Sie schon Morgen kommen. Wer wollte denn eigentlich schon gestern hier sein? Recht innig wollen wir heute Mittag Ihrer gedenken – eigentlich aber thuen wir es ja immer, Sie wissen es wohl! An Grimm habe ich mit Diesem wieder abgeschrieben, nun bleibe es aber auch dabei! bitte, kein Hin und Her. Nur sagen Sie Ihm Selbst noch ein entschiedenes Wort, daß wir nicht kommen. Adieu, lieber, theuerer Joachim! Johannes grüßt wie ich in herzlichster Liebe.
Ihre
Clara Sch.

Düsseld. d. 4 Mai 1855.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
208f.
 



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