19.12.2019

Briefe



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ID: 8770 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 23.12.1855
 

Meine liebe Emma,

so eben haben wir uns schon die schöne Stolle vortrefflich schmecken lassen, und ich eile Dir zu danken, Du freundliche Spenderin.
Ich bin vorigen Montag hier angelangt; und fand Alle sehr wohl, auch die Nachrichten von meinem geliebten Robert lauten besser. Meine Marie und Elise sind heute zum Fest gekommen, gehen aber nach den Feiertagen zurück, und ich am 30ten nach Wien.
Deinen Wunsch wegen meiner Pothographie [sic] befriedigte ich gern, jedoch, offen mit Dir zu sprechen, es stürmen so viel Ausgaben auf mich ein, daß ich durchaus das, was nicht das Nöthigste, unterlassen muß. Längst schon bat auch Livia mich um Dasselbe, und auch Ihr sandte ich es nicht, denn ich kann es nicht unter 3 rh haben. Aber später steht’s vielleicht einmal besser mit meiner Kasse, und dann gedenke ich gewiß Deiner.
Und nun sey mir sammt den lieben Deinen herzlich gegrüßt, und nimm nochmals den schönsten Dank
Deiner
Clara Schumann.

Düsseldorf d. 23 Dec. 1855

Willst Du inliegende Zeilen auf die Stadtpost schicken – bitte.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Leppoc, Emma, geb. Meyer, Emma (2583)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
225f.
 



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