19.12.2019

Briefe



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ID: 9092 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 20.11.1859
 

Düsseldorf d. 20 Nov. 1859.

Lieber Joachim,

Morgen gehe ich nach Bremen Mittwoch will ich aber über Hannover kommen, um Sie dort 1/2 Stündchen zu sprechen, dann über die Concert-Angelegenheit. Ich wundere mich, daß G. Platen kein Wort vom 2ten Concert gesagt hat? das wäre mir doch lieber, als eine Soiree, wo ich Ihnen noch die Mühe des Arrangements überlassen müßte. Doch liegt Ihm nichts an mir, so erwähnen Sie auch kein Wort. Mit der Decke ist’s gut so, aber bringen mag ich sie Ihnen nicht wieder – ein Mal haben Sie’s schon vergessen gehabt, daß ich sie Ihnen geschenkt, wie leicht könnte es noch ein Mal passieren. Daß Sie das unglückliche Zusammentreffen, oder vielmehr Verfehlen, in Detmold hatten, hat mir sehr leid gethan. Sehen Sie, hätten Sie meinem Rath gefolgt und denselben Abend als Sie hierherkamen, statt in das mittelmäßige Concert zu laufen, an Johannes geschrieben, so hätten wir alle Drei einen Gewinn gehabt, ich dadurch, daß Sie mir den Abend ruhig geschenkt hätten.
Also bis Mittwoch! Wie immer
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
478f.
 



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