19.12.2019

Briefe



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ID: 9196 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 03.11.1860
 

D. 3 Octbr. 1860

Lieber Joachim,
im Namen Hübners soll ich Sie fragen, ob Sie wohl Morgen Abend Frey sind? ich hatte vergessen, daß ich Krägen versprochen Morgen Vormittag einige Bach’sche Concerte bei Ihm zu probieren – Ihm ist das eine Freude, die ich Ihm nicht rauben möchte. Also, bitte, ein Wort, ob Sie Abends können? Sie bringen doch die Billets mit nach Loschwitz? denn wir werden wohl eben nur Zeit haben vom Bahnhof in’s Theater zu fahren. Noch wollte ich Sie bitten, nur ein Billet für mich zu nehmen, Marie will heute Abend nicht gern in’s Theater – sie sagt, sie möchte den gestrigen Eindruck nicht gern gleich durch einen Anderen verwischen, und ich gebe Ihr recht. Ich lebe auch noch ganz in dem großen Genusse von gestern. Hätte ich nur nachher noch ein wenig mit Ihnen darüber sprechen können – ich hatte das Herz so voll.
So denn bis heute Nachmittag! –
Herzlichst
Ihre
Cl. Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
Absendeort: Dresden
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
566ff
 



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