25.02.2022

Briefe



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ID: 9248
Geschrieben am: Dienstag 31.12.1861
 

Berlin d. 31 Dec. 1861

Lieber Joachim,

nicht gern möchte ich zum Beginn des neuen Jahr mit meinem Gruße und meinen herzlichsten Wünschen für Sie, fehlen. Sie wissen, wie gern ich an solchen, überhaupt festlichen, Tagen meine Gesinnungen durch ein lebendiges Zeichen bekräftige. Wir werden wohl mit Johannes das neue Jahr antreten, und da sind Sie dann mitten unter uns – wären Sie es doch in Person! – Johannes wird wohl am 2ten kommen – ich aber später, d. 7ten oder 8ten auf einen Tag. Bis dahin seyen Sie schönstens gegrüßt. Bleiben Sie mir gut. Alles was ein Freundes-Herz wünschen kann, das kommt Ihnen von mir
Ihrer
getreuen
Cl. Sch.

Alle hier grüßen sehr – es soll heute Blei gegossen werden – für Sie wollen wir mit gießen – ich bin begierig! Faust ist angekommen – ich danke dafür. Joh. wollte einen Gruß mit senden, er ist aber so vertieft in Hoffmann, daß gar nicht mit Ihm zu sprechen ist, warten kann ich aber nicht, sonst kommt mein Gruß zu spät.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
649f.

  Standort/Quelle:*) D-Zsch, s: 6429-A2
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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