15.07.2019

Briefe



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ID: 9332 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 10.01.1863
 

Düsseldorf d. 10 Jan 1863.

Lieber Herr Voigt,
spät kommt freilich mein Dank, aber, glauben Sie es mir, darum nicht minder herzlich. Ihr freundliches Gedenken meiner zum Weihnachtsfest hat mir große Freude bereitet, und die wunderschöne feine Stolle uns einige Tage lang wahrhaft köstlich gemundet. Lassen Sie Sich die Hand dafür drücken. Ich habe seitdem schon wieder vieles durchlebt, war zu einem zweiten Concert in Dresden, dann in Hannover, vergangene Tage im Haag und Rotterdam, jetzt seit gestern hier in Düsseldorf, und in drei Tagen gehe ich wieder nach Amsterdam, Utrecht und Arnheim, dann Cöln, Coblenz und schließlich Paris. Sie können denken, wie furchtbar ich beschäfftigt bin, und entschuldigen daher diese wenigen Zeilen, und, daß sie erst jetzt kommen. Der Himmel bringe Ihrem ganzen Hause in diesem neuen Jahre Segen! grüßen Sie die liebe Ottilie, mit der ich so gern ’mal mehr und gemüthlich verkehrte, dann all die Anderen auch.
Nochmals herzlichsten Dank von
Ihrer
allezeit
wahrhaft ergeb
Clara Schumann.

P. S. Marie will sich Ihnen Allen freundlichst empfohlen wissen, und dankt Ihnen für die so innig wohlthuenden Zeilen, die Sie ihr sandten.
Wollen Sie mir gefälligst inliegenden Brief besorgen lassen, da H. Schubert in Ihrer Nähe wohnt.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Voigt, Carl (1627)
  Empfangsort:
  SBE: II.15, S. 161f.
 



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