19.12.2019

Briefe



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ID: 9393 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 28.10.1863
 

D. 28 Octbr. 1863.
Gnädige Frau,
hierdurch erlaube ich mir Ihnen mitzutheilen, daß meine Soiree am Freitag statt findet, und ich dem Herrn Henkel versprach auf seinem Érard zu spielen. Ich mochte ihm seine Bitte nicht abschlagen, und umsoweniger, als er mir schon oft sehr gefällig war. Es ist mir aber nicht leicht geworden, denn, ich hatte Ihr Instrument während der zwei Concerte ganz lieb gewonnen. Sein Bruder (der Henkel’sche Érard) ist vom Ton noch brillanter, hat aber nicht den Schmelz und das anmuthige, blumige möchte ich sagen, als der Ihrige. Man könnte sie Bruder und Schwester nennen! –
Ich erwarte morgen meine zweite Tochter – erlauben Sie gütigst, daß ich sie am Sonnabend (um 2 Uhr?) mitbringe?
Wollen Sie mich Ihrem verehrten Herrn Gemahl empfehlen, und versichert sein der aufrichtigsten, dankbaren Ergebenheit
Ihrer
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Pfordten, Adelgunde von der (15230)
  Empfangsort: Frankfurt am Main
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
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