19.12.2019

Briefe



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ID: 943 Brieftext


Geschrieben am: Montag 20.07.1835
 

Hochgeehrtester Herr,

Ein Besuch, der mir über die Achseln hereinsieht, mag die Kürze dieser Zeilen entschuldigen. Wollen Sie handeln, wie Sie es für gut finden; doch urgire ich das Wort „durchgehends“ in der Klage, als eine Lüge, da ich Kn. nie einen Abzug der alten von ihm anerkannten Schuld machen wollte. Daß er während einer schwebenden Differenz eine Klage anstellet, die mir so viel Kosten macht! Verlaßen Sie mich auch diesmal nicht! Das Geld steht zu Ihrer Disposition. Finden Sie es für nöthig, mit mir Rücksprache zu nehmen, so haben Sie wohl Güte, mir eine Stunde zu bestimmen. Laßen Sie mich auch nicht länger Ihr Schuldner sein.
In
aufrichtiger Hochachtung
Ihr ergebener
R Schumann

den 20sten Juli 35.

[BV-A: –]

  Absender: Schumann, Robert (15143)
  Absendeort: [Leipzig]
  Empfänger: Schleinitz, Heinrich Conrad (1349)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
809f.
 



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