19.12.2019

Briefe



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ID: 9521 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 19.02.1865
 

Düsseldorf d 19ten Febr. 65

Lieber Joachim,

Ihre Wahl mit dem Es dur Concert ist mir ganz erwünscht und daß ich nur einmal spielen soll auch, da ich mich noch nicht zu viel anstrengen darf. Dienstag spiele ich zum ersten Mal wieder öffentlich in Cöln – nicht ohne Bangen wie Sie denken können. Da ich von dort wohl erst am Mittwoch Nachmittag zurückkehre so kann ich vor Donnerstag nicht abreisen, komme also in der Nacht dort an. Bitte, bestellen Sie mir ein geheiztes Schlafzimmer und den Hausknecht auf die Eisenbahn. Ich will doch auf dem Herz-Flügel spielen, nur bitte ich Sie, lassen Sie untersuchen ob er ganz im Stande ist. Ihr Concertiren heute Mittag im Philharmonik. ist mir etwas unerklärlich, überhaupt aber weiß ich doch so wenig Genaues von Ihnen, daß es Zeit wird, daß ich ’mal selbst komme, und darauf freue ich mich denn recht von Herzen, und wünschte Sie thäten’s auch ein wenig.
Addio denn!
Ihre
und der lieben
Ursi ergeb
Cl. Sch.

Das Programm finde ich herrlich‼

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
825f.
 



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