19.12.2019

Briefe



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ID: 9860 Brieftext


Geschrieben am: Montag 10.05.1869
 

Baden-Baden d. 10 Mai 1869
Nicht ohne freundlichen Gruß an Sie, lieber Levi, will ich den Brief an Johannes abgehen lassen.
Es hätte wohl nicht der Töne gebraucht um die Harmonie zwischen uns herzustellen, jedoch lasse ich in diesem Falle gern es gelten daß das herrliche Requiem unsere Dissonanz löse. Sie werden aus meiner Depesche an Johannes erfahren, daß wir auf dem Wege zur Probe waren, ein schlimmes Geschick uns aber den Wagen vor unseren Augen entrollen ließ. Wir waren sehr bestürzt und fuhren betrübt wieder nach Haus. Nun lassen Sie uns das Werk aber recht schön genießen, sorgen Sie, bitte, für gute Plätze, nicht zu nah, nicht zu fern vom Orchester – nicht mit zu vielen anderen Bekannten zusammen, nur Einige, gleich Begeisterte. Können Sie nicht bei uns sitzen?
Johannes schrieb ich noch Genaueres wegen Logie ect. und nun hoffentlich übermorgen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Baden-Baden
  Empfänger: Levi, Hermann (941)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
543
 



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